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“Local Heroes – Lokale Kriegshelden“

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“Local Heroes – Lokale Kriegshelden“

Friesenschüler treffen sich seit 19 Jahren mit Partnerschulen in Flandern / Belgien

Vor genau 100 Jahren endete 1918 der 1. Weltkrieg. Um zu erfahren, was genau vor einem Jahrhundert in West-Flandern / Belgien geschah, begab sich erneut eine Gruppe der Friesenschüler aus Leer vom 04.05. bis 08.05. auf die Reise in die Vergangenheit - eine Exkursion, die die Friesenschule im Rahmen ihres sogenannten Ypern-Projekts (Friedensprojekt) seit nunmehr 19 Jahren traditionell durchführt.

Zusammen mit ihren Partnerschülern der Reepham High School (England) und des Sint Aloysius College (Belgien) besuchten die Teilnehmer gemeinsam die ehemaligen Kriegsschauplätze, um Geschichte hautnah zu begreifen.

Zusammen besichtigten sie verschiedene Museen in der Umgebung von Ypern, verglichen unterschiedliche Schützengrabensysteme miteinander und besuchten Soldatengräber verschiedener am 1. Weltkrieg teilnehmender Nationen. Auf jedem Friedhof wurden der zum Teil minderjährigen gefallenen Soldaten mit Schweigeminuten gedacht und selbst erstellte Mahntexte niedergelegt.

Wie in jedem Jahr fand die Projektfahrt unter einem bestimmten Motto statt: In diesem Jahr standen „Local Heroes - Lokale Kriegshelden“ im Fokus. Bei den dazu erstellten Präsentationen wurde deutlich, dass es zwar bei jeder Nation heldenhafte Soldaten gab, aber eigentlich am Krieg nichts heldenhaft ist, sondern es im Grunde nur Verlierer gibt: Unzählige Tote, Verletzte, Vermisste und Traumatisierte, die auf ihren Heldenstatus sicher gerne verzichtet hätten, wenn sie damals die Wahl gehabt hätten.

Einer der Höhepunkte der Fahrt war wieder die aktive Teilnahme an der sogenannten „Last Post Zeremonie“, die seit 1928 täglich am Menentor in Ypern stattfindet.

Neben dem Erleben der Grausamkeit des Krieges gab es aber auch fröhliche Momente: Gemeinsames Fußball- und Tischtennisspielen und die miteinander verbrachte Zeit trugen zur Bildung von Freundschaften zwischen den Teilnehmern der verschiedenen Nationen bei. Es wurden zahlreiche Freundschaften geschlossen, Adressen ausgetauscht und bereits nächste Treffen geplant.

Im November werden einige Friesenschüler ihre neuen Freunde in Reepham wiedersehen und gemeinsam mit ihnen den Remembrence Service vorbereiten.

Wie schon in der Ostfriesen-Zeitung berichtet, profitiert das Friedensprojekt der Friesenschule in diesem Jahr vom Leeraner Citylauf: Ein Teil des Reinerlöses dieser Veranstaltung unterstützt finanziell die Arbeit der Projektleiter Inayet Erdin und Martin Seibt und sichert somit die Planung für die kommenden Jahre.

Bereits im Vorfeld bekam die Friesenschule 1.000,- € vom „Round Table Emden / Leer“ für das Projekt überwiesen. Für diese großzügige Spende wollen wir uns an dieser Stelle recht herzlich bedanken!

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Die Projekt-Teilnehmenden gemeinsam auf dem größten britischen Soldaten der Welt: Tyne Cot in der Nähe von Ypern, Fotos: Benedict Robbe, Schüler der Friesenschule

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